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WOODSTOCKS WELT
Samstag, 15. Oktober 2011
Ernte
Am 15. Oktober 2011 im Topic '^ heile Welt'








Wenn ich alljährlich meine bescheidene eigene Ernte *)
einfahre, kommt mir regelmäßig Rilkes Herbstgedicht in den Sinn - ich lieb es.

Herbsttag

HERR: es ist Zeit. Der Sommer war sehr groß.
Leg deinen Schatten auf die Sonnenuhren,
Und auf den Fluren lass die Winde los.

Befiehl den letzten Früchten voll zu sein;
Gib ihnen noch zwei südlichere Tage,
Dränge sie zur Vollendung hin und jage
Die letzte Süße in den schweren Wein.

Wer jetzt kein Haus hat, baut sich keines mehr.
Wer jetzt allein ist, wird es lange bleiben,
Wird wachen, lesen, lange Briefe schreiben
Und wird in den Alleen hin und her
Unruhig wandern, wenn die Blätter treiben.
Rainer Maria Rilke
(Herbst 1902)

__________________________________

Nicht alles davon ist zum Verzehr geeignet ;-)

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Mittwoch, 13. Juli 2011
Martin Is Coming
Am 13. Juli 2011 im Topic 'Fantasyromane'


Yeaaaaaaah, er ist da!
Der fünfte Teil von A Song of Ice and Fire

Ich hatte es echt nicht mehr für möglich gehalten, dass ich dieses Wunder noch erleben darf. Anfang des Jahres hieß das voraussichtliche Erscheinungsdatum noch Weihnachten 2012. Dann auf einmal kam die unglaubliche Meldung Oktober 2011 und ich begann ja sogar zu hyperventilieren als Amazon plötzlich verkündete pünktlich am 17. Juli 2011 könne man "A Dance With Dragons" von ihnen geliefert bekommen. Und gestern am 12.7. (!) landete die Schwarte nun leibhaftig bei mir.
Wobei Schwarte noch ein maßvoller Ausdruck ist, für dieses Ding, das jede Gutenbergbibel wie einen Flyer aussehen lässt.
Sage und schreibe 1457 Gramm wiegt der Brummer und ist damit für jede Damenhandtasche und leider auch für mein Urlaubsgepäck völlig ungeeignet (man rechne bloß, dass ich für dieses Gewicht 4 Badeanzüge, zwei Abendkleider und drei Paar Pumps mehr ins Reisegepäck laden kann). Selbst als Lektüre vor dem Einschlafen ist dieser Epik-Koloss nicht anzuraten, weil die Gefahr, dass man davon beim Einschlafen erschlagen wird und mit einer Gehirnerschütterung wieder erwacht einfach zu groß ist.

Also hilft nur eins: Diszipliniertes Lesen in aufrechter Sitzhaltung, am besten vorher etwas Muskeltraining machen oder an einem Tische sitzend lesen. Und das alles wenn möglich vor meinem großen Sommerurlaub nächste Woche was bei lächerlichen 1016 Seiten in englischer Sprache (entspricht vermutlich 1800 in deutscher Sprache) eine schier unlösbare Herausforderung selbst für einen durchgeknallten Fan wie mich ist.

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Freitag, 15. April 2011
Welche Filmheldin bin ich?
Am 15. April 2011 im Topic '^ heile Welt'
Was ich schon immer mal über mich wissen wollte. Endlich gibt es den entsprechenden Persönlichkeitstest, aber wtf ist Jean Grey? Ich habe alle X-Men Filme gesehen und kann mich absolut nicht mehr an diese Lady erinnern.
Pf.
Na, macht nix, sie sieht wenigstens gut aus. Und die Beatrix Kiddo mit 6 % Abstand schmeichelt mir natürlich. Höhöhö, öxtröm.

Jean Grey (Xmen) : 80%
Beatrix Kidow (Kill Bill) : 74%
Catherine Tramell (Basic instinct) : 71%
Trinity (Matrix) : 70%
Vivian Ward (Pretty woman) : 69%
Leeloo (The fifth élément) : 69%
Baby (Dirty dancing) : 68%
Ellen Ripley (Alien) : 68%
Michelle (American pie) : 67%
Bridget Jones : 59%

Quelle héroïne de film es-tu ?

Selbstverständlich habe ich den Test gleich gegendert und auch den Fragebogen für Männer ausgefüllt und bin mit Indiana Jones ganz zufrieden.
Der Hannibal Lecter an dritter Stelle behagt mir zwar gar nicht (bei welcher Frage hab ich wohl den Kick in diese Richtung gegeben?), aber dafür bin ich drankbar, dass ich mich hier nicht als Forrest Gump oder gar als Shrek outen muss.

Indiana Jones : 75%
James Bond : 74%
Néo (Matrix) : 72%
Hannibal Lecter : 71%
Maximus (Gladiator) : 70%
Yoda (Star Wars) : 68%
Batman / Bruce Wayne : 68%
Jim Levenstein (American Pie) : 64%
Tony Montana (Scarface) : 64%
Eric Draven (The Crow) : 62%
Schrek : 62%
Forrest Gump : 61%

Quel héros de film es-tu ?

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Mittwoch, 6. April 2011
Kino 2011
Am 06. April 2011 im Topic 'Sonstiges Schraeges und Schoenes'
Filme, auf die ich mich schon riesig freue


Sucker Punch
Läuft schon seit 31.3. Werde ich am kommenden Sonntag hoffentlich anschauen können.
Meine Erwartungen mindestens 4-sternig:: Action-Fantasy-Manga-Gemisch mit coolen Kampfszenen und abgefahrener Geschichte. Hoffentlich mit Happy End ;o)
Der Trailer



Your Highness
Ab 8. April Kinostart in den USA, in Deutschland unbekannt. Möchte ich unbedingt, je nach Altersfreigabe auch mit Junior zusammen, ansehen.
Meine Erwartungen mindestens 3-sternig: Mittelalterliche Slapstick-Fantasy - hoffentlich so witzig wie der Trailer es verspricht, mit einer ziemlich heißen Natalie Portman.
Der Trailer



Thor - God of Thunder
ab 28.4. im Kino;
Meine Erwartungen mindestens 5-6-sternig: Ich habe ja im vorhergehenden Beitrag schon ausgiebig von dem Film geschwärmt.
Ich fahre voll auf den Trailer ab. Die Kombination nordische Saga mit Moderne mit viel Battle, das lässt alle Saiten in mir vibrieren. Als kleines Gör, kaum des Lesens kundig, habe ich bei meinem großen Burder heimlich die Thor-Comics gelesen. Damals noch im Original-Retro-Stil. Ich liiiiiiiebte sie.
Ich erwarte oder vielmehr erhoffe für mich das Mega-Kinoerlebnis des Jahres. Und wehe, wenn der Film nur dämlicher Schrott wird!
Dann werde ich das Rezensieren bei Amazon wieder anfangen nur um den Film verreißen zu können.
Trailer siehe unten!



Cowboys & Aliens
Ab 1. September im Kino.
Meine Erwartungen 4-5 Sterne:
Da hat Steven Spielberg mal wieder was ausgebrütet von dem ich annehme: Es wird ein Hamma! Der Titel gibt das wieder, was ich mir vom dem Film inhaltlich verspreche, mit ein wenig CGi-Brimborium, Action und Pistolendampf.
Daniel Craig (Ex-Bond), Harrison Ford (Ex-Han Solo), Clancy Brown (always Top-Bösewicht) - das kann und darf einfach nicht schlecht werden.
Der Trailer



Anonymous
Irgendwann ab Herbst im Kino
Meine Erwartungen zwischen 1 und 5 Sternen:
Ich bin unsäglich neugierig aber ohne hohe Erwartungen. Immerhin Emmerich wagt sich an Shakespeare! Das muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen.
Entweder das wird der allerdümmste Blockbuster des Jahrhunderts, dessen Ende in der kompletten Vernichtung des elisabethanischen Englands mündet, oder Emmerich verhebt sich am Thema, schändet Shakespeare und verspielt bei mir seine letzten Sympathien. Mal sehn.
Extra Schmankerl: Der Film wurde/wird in Babelsberg gedreht und ist schon deshalb für mich sehenswert.
Einen Trailer habe ich nicht gefunden aber ein kleines Emmerichle als Vorgeschmack

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Samstag, 26. März 2011
Thor
Am 26. März 2011 im Topic 'Fantasyfilme'

Ab Mai im Kino!



Wenn das nicht ein Film ganz nach meinem Herzen ist!
Und da Kenneth Brannagh Regie führt, kann er ja nicht ganz und gar hohl werden, auch wenn mich das nicht wirklich stören würde ;o).

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Dienstag, 1. März 2011
Block um Block zum Minecraft-Junkie
Am 01. März 2011 im Topic 'Sonstiges Schraeges und Schoenes'




Wer hätte gedacht, dass mir so was noch mal passiert?
Da sitze ich eine ganze Nacht lang am PC, zocke ein Spiel und kann einfach nicht aufhören. Selbst als mir die Augen tränen, muss ich noch weiterbuddeln, noch eine Erdschicht tiefer graben, noch einer Erzader hinterher, uups, habe ich mich etwa schon wieder in meinen eigenen Minen verirrt? Und die Fackeln gehen auch allmählich zur Neige, außerdem spawnt da auch noch so ein Sh**ß-Zombie direkt vor meiner Nase und überhaupt, ist es etwa schon halb drei in der Frühe?
Im Spiel bin ich so tief unter der Erde, dass ich gar nicht weiß ob’s Tag oder Nacht ist.
Sh*t, ich hätte einen Kompass mitnehmen sollen, aber eigentlich wollte ich nur mal kurz nach meinen unterirdischen Bambusfarmen schauen, dabei bin ich irgendwie vom Weg abgekommen.
Sollte ich je wieder an die Oberfläche kommen, verlege ich meinen Schwerpunkt wohl besser auf das Färben von Wolle, das ist ungefährlicher und macht auch einen Heidenspaß. Zum Glück gibt’s die Rezepte für die Farbenherstellung bei Minecraft Wiki.
Oder soll ich vielleicht ein Zikkurat bauen?

Tatsache ist, das Spiel, von dem ich rede, hat ein gefährliches Suchtpotential. Es ist das mit Abstand faszinierendste Open-World-Spiel, das mir in meinen beinahe 30 Jahren Zocker-Erfahrung untergekommen ist. (Mein erstes PC-Spiel hieß übrigens Larry Laffers Leisure Suit; gefolgt von Kings Quest, falls sich noch ein paar Omas und Opas an die Zeiten von Commodore und Amiga erinnern.)
Dieses Spiel hier heißt Minecraft und ist ein Independent Produkt des Schweden Markus Persson (Notch), das erst seit Dez 2010 die Betaphase erreicht hat. Für nicht Eingeweihte: Als Beta Version bezeichnet man eine unfertige Software, die aber schon mal zu Testzwecken veröffentlicht wird. Dabei ist Persson schon mit der Alpha Version, des Spiels, das er bei minecraft.net zum Downloaden anbietet, zum Millionär geworden.
( Interessantes dazu beim Tagesspiegel.)
Die Kohle sei ihm von Herzen gegönnt, denn wer sooooo ein Spiel erfindet, hat’s einfach verdient - doppelt und dreifach.
Das Game lässt der Kreativität der Spieler beinahe unbegrenzte Freiheit. Es bietet die Möglichkeit, in einem einfachen, legoartigen Baukasten-System alles zu machen, was man sich nur vorstellen kann, gesetzt in eine endlose, sich selbst zufallsgenerierende Welt (kostet aber mit der Zeit ganz schön Speicherplatz, wenn die Welt immer größer wird), die man im Einzel- oder Mehrspielermodus erforschen, bebauen, bewohnen oder bezwingen kann. Dabei sieht das Spiel, mit seiner Quaderoptik auf den ersten Blick fast genauso aus wie eines der oben erwähnten antiken EGA-Grafik Spiele aus den späten 80ern.
Aber halt nur auf den ersten Blick.
Wie durchdacht und komplex das Spiel ist, merkt man spätestens wenn man seine erste Pickhacke gebaut hat (vorzugsweise vor der Dämmerung) und anfängt sich in die Tiefen, die "mines" eben, hinabzugraben. Und mit dem, was man da ausbuddelt, kann man dann alles, aber auch wirklich alles machen.
Die Grenzen setzt nur die eigene Fantasie.

MINECRAFT ROCKT:
Hammerbestes Game, ever. Ich freue mich schon wie ein Kind auf die Releaseversion. Aber Achtung: Nur dann spielen, wenn man mindestens eine Woche Urlaub hat, nicht verreisen möchte und sich genügend Vorräte an Nahrung und Getränken im (nicht virtuellen) Haus befinden.



Zum Schluss noch ein paar verschärfte YouTube-Videos mit Bauwerken von behandlungsbedürftigen Minecraft-Vollblut-Junkies:

Chichen Itza

Enterprise, maßsstabsgerecht

Ein Staudamm

Das Kolosseum, fast wie das Original

und ein

Wirklich in süßer Fantrailer:
Nur 2 Minuten lang und echt sehenswert

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Donnerstag, 17. Februar 2011
Der letzte Wunsch
Am 17. Februar 2011 im Topic 'Fantasyromane'
von Andrzej Sapkowski
Taschenbuch von dtv
ISBN-13: 978-3423209939
Buch bei bol.de





Krasse Fantasymärchen aus Łódź

Geralt aus Riva ist ein genetisch aufgemotzter Hexer, der durch die Lande zieht, stets auf der Suche nach bösen Monstern, die er dann gegen ein angemessenes Entgeld kurzerhand abmurkst.
Die Leute können Geralt nicht ausstehen und Geralt selbst hat von sich auch keine sehr hohe Meinung. Das macht ihn manchmal zu einem ziemlich übellaunigen und depressiven Zeitgenossen. Allerdings ist er beim genaueren Hinschauen gar kein so übler Bursche, und im Laufe seiner diversen absonderlichen Abenteuer lernt man beinahe, ihn zu mögen. Und natürlich erfährt man als Leser auch noch ein paar Hintergründe über die wahre Geschichte von Schneewittchen, Froschkönig, dem Biest mit seiner Schönen und etlichen anderen Märchengestalten.

Der sogenannte Geralt-Zyklus umfasst sieben Bände. Die ersten beiden sind als Kurzgeschichtensammlung angelegt und die folgenden fünf als zusammenhängende Saga, zu deren besserem Verständnis man aber die ersten beiden Bände schon kennen sollte.
"Der letzte Wunsch" ist der erste Band und erzählt diverse Anekdoten über den miesepetrigen Hexer. Am Ende des Buches hat man dann auch ein ziemlich klares Bild von seinem Charakter und seiner Welt. Einer Welt, die zwar im finstersten Mittelalter steckt, in der aber die Zauberer und Hexer den glasklaren wissenschaftlichen Durchblick besitzen und nicht nur erfolgreich das Genmaterial ihrer Angehörigen manipulieren sondern auch so manches "Zauberstück" vermittels fundierter Einsichten in Wissenschaft und Technik vollführen.

Andrzej Sapkowski (den man auch als polnischen Tolkien beweihräuchert) besticht durch seine ungewöhnliche Erzählweise und einen ausgesprochen zünftigen Schreibstil. Das hebt seine Kurzgeschichtensammlung heraus und macht sie zu einem ganz besonderen Fantasystück. Sapkowskis Geschichten sind vielleicht nicht jedermanns Geschmack, aber hat man erst mal einen Zugang zu seinem Stil und zu Geralts schrägem Charakter gefunden, kann man regelrecht süchtig nach ihm und seinem Hexer werden.
Obwohl dieser erste Band sprachlich manchmal ein ganz klein wenig holprig wirkt (vielleicht liegts aber auch an der Übersetzung), platzt er doch vor guten Einfällen und krassen Wendungen und für mich waren besonders die herrlich respektlosen Parodien auf die europäischen Märchenklassiker hammergute Unterhaltung.
Oder wussten Sie vielleicht schon, dass Schneewittchen eigentlich eine ziemlich unhübsche Striege ist? Oder warum meterlange, dicke Zöpfe zeitweise eine ziemlich nervige Modeerscheinung unter den prinzenfixierten Girlies seinerzeit waren?
Wer mit "Der letzte Wunsch" durch ist, ist von Geralt entweder hingerissen oder er will nie wieder etwas über den Kerl lesen.
Für mich gilt ganz klar Ersteres, und ab Band 2 (Das Schwert der Vorsehung) wird die Geschichte auch immer witziger. Die Schreibe ist rasant, die Dialoge haben Biss, die Wendungen sind meist unvorhersehbar und über den derben Humor kann man sich nur wegschmeißen.

Natürlich gibt es auch Geralt-Komplementär-Produkte:
Einen ziemlich mies bewerteten Film, den ich noch nicht kenne
und das
PC-Rollenspiel "The Witcher", das gar nicht so übel ist.
.

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Sonntag, 13. Februar 2011
Neue ITV-Serie am Period Himmel
Am 13. Februar 2011 im Topic 'Period Drama und Darcymania'
Edwardianisches Period Juwel von ITV:


Downton Abbey



Hab ich mir jedenfalls soeben bestellt, nachdem ich bei Youtube ein paar Trailer angeschaut hatte.

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Donnerstag, 10. Februar 2011
Ritorno di Città del Mondo
Am 10. Februar 2011 im Topic '^ heile Welt'
Hab mal wieder ein paar Alte, Bekannte besucht.


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Dienstag, 1. Februar 2011
Woodstocks Kinowoche
Am 01. Februar 2011 im Topic 'Sonstiges Schraeges und Schoenes'
Immer Drama um Tamara




* * * *

Hardy Revival
Hakennase Tamara kehrt verschönert und oben auf der Karriereleiter ins Heimatdorf zurück. Diverse Herren aus Vergangenheit und Gegenwart verfallen ihr mit unterschiedlichsten Konsequenzen.
Bissige, humorvolle und moderne "Hommage" an Thomas Hardy (sein Alter Ego ist der Kotzbrocken und Krimiautor Nicholas Hardiment). Die Story ist langsam, manchmal schleppend erzählt, stellenweise etwas zu pathetisch (besonders wenn es um Jammerlappen Mrs. Hardiment geht) aber bis ins Mark britisch.
Sehenswert natürlich für Hardy Insider aber auch für Freunde der britisch zelebrierten, pastoralen Idylle und natürlich für Fans von Gemma Arterton, die so sexy aussieht wie nie.

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Der Auftragslover


***

Liebeschaos made in France
Alex wird dafür bezahlt, dass er Juilettes perfekte Beziehung ruiniert. Erfolg fraglich!
Witzige aber vorhersehbare Liebeskomödie mit allen Klischees, die man längst kennt. Es gibt Schlechteres. Allerdings sollte man den Verband der französischen Kieferorthopäden auf Schmerzensgeld verklagen. Noch nie habe ich zwei so hässliche Gebisse bei zwei Hauptdarstellern gesehen.
ER hat ein Pferdegebiss auf das Jolly Jumper neidisch wäre und wenn er es mit Lächeln versucht kann man als Frau eigentlich nur noch die Flucht ergreifen und SIE (Vanessa Paradis) hat eine Zahnlücke so breit wie die Startbahn West. Angeblich Frankreichs süßeste Zahnlücke, aber die essen ja auch Froschschenkel. ;o)


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Hereafter - Das Leben danach



*

Esoschnulze ohne Nachleben.
Marie überlebt den Tsunami und hat eine Nahtoderfahrung. Marcus verkraftet den Tod seines Zwillingsbruders nicht und George ist ein Medium, der vor seiner "Gabe" flüchtet. Drei verschiedene Handlungsstränge ohne wirklich viel Handlung. Zwei Stunden lang hofft man, dass sie endlich zu einer Story führen. Zehn Minuten vor Schluss deutet sich ein Zusammenhang an, der in einem völlig unspektakulären und lieblos hingeschnulzten Ende mündet.
Nach zwei Stunden gähnender Langeweile und einem enttäuschenden Ende kann ich nur sagen: Clint Eastwood war noch nie so schlecht.

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Montag, 17. Januar 2011
The King's Speech
Am 17. Januar 2011 im Topic 'Period Drama und Darcymania'
Ein Golden Globe für Colin Firth in The King's Speech

Ab 17. Februar im Kino

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Freitag, 24. Dezember 2010
Fröhliche Weihnachten
Am 24. Dezember 2010

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Donnerstag, 9. Dezember 2010
Alles was schiefgehen kann wird schiefgehen
Am 09. Dezember 2010 im Topic '^ herrlich trivial'
Murphys Gesetz:
Humorlose Versager Propaganda oder Kampfansage an weltfremde Sunshine-Optimisten?

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Montag, 22. November 2010
Das Lied von Eis und Feuer
Am 22. November 2010 im Topic 'Fantasyromane'

Winterfell; Bild aus Wikimedia Commons von Roman 'Amok' Papsuev.
The author agreed for the reduced resolution image to be licensed under the GNU FDL. The
Das Lied von Eis und Feuer bei Wikipedia


Martin ist der Gott und die Seven Kingdoms sein Universum.

Worum es geht?
Das Lied von Eis und Feuer ist eine gewaltige Geschichte aus dem Genre der Highfantasy. Ein Lied, das eine Art mittelalterlich-ritterliche Welt besingt, die mit dem Tod von König Robert ins Chaos gestürzt wird. Ein Kampf der Fürsten um den Eisernen Thron entbrennt.
Grausame Schlachten, hinterhältige Intrigen, große Heldentaten ebenso wie große Feigheit, großer Verrat und große Tragöden steuern den Werdegang von vielen verschieden Hauptcharakteren. Neben der Haupthandlung, den Kampf um den Thron, gibt es noch zwei Nebenhandlungen: Die unheimliche Bedrohung, die im hohen Norden, jenseits der großen Schutzmauer wächst und eine Gefahr ganz anderer Natur darstellt. Und die Geschichte der letzten Prinzessin aus dem Hause Targaryen, die in einer orientalischen Welt lebt und aufsteigt.

Wie sehr ich das Lied liebe!
Ich habe zwar erst die ersten beiden Teile von avisierten acht Teilen gelesen, aber gleichgültig was G.R.R. Martin noch schaffen und schreiben mag, für mich ist er jetzt schon der Größte!
Alleine der erste Teil "A Game of Thrones" übertrifft alles was mir bisher (immerhin bin ich seit 1978 dezidierter Fantasyfan ;o)) im Genre untergekommen ist, der zweite Teil "A Clash of Kings" hält was der erste versprochen hat. Und das Gefühl, dass ich wohl gerade das größte und beste Fantasyepos der Neuzeit vor mir habe, hat sich nur bestätigt.
Martin ist mein persönlicher "Fantasy-Gott".
Ich will gar nicht in einen Vergleich von Martin mit Tolkien oder anderen Großen des Genres verfallen. Jeder hat seine Stärken und Schwächen und dank ihnen allen habe ich schon die schönsten Stunden an den fantastyschsten Orten verbracht. Und was die Schwächen angeht, so liegt der Sinn meines Beitrags nicht darin an diversen (unwichtigen) Verzettelungen und (leicht zu verschmerzenden) Längen von Martins Saga herumzunörgeln, sondern ich möchte nur darüber schwadronieren, dass und warum Martins Saga mein absoluter Favorit ist. ;o)

Warum ich es liebe
Martin kann schreiben.
Seine Kunst mit kraftvollen Verben und treffsicheren Substantiven - ganz ohne das Brimborium der blumigen Adjektive - ein stimmiges und belebtes Universum zu schaffen, nötigt mir Repsekt und mehrere Kniefälle ab. Seine Welt ist so realistisch als wäre man selbst dort.
Wenn er in nur wenigen prägnanten Sätzen ein Festmahl beschreibt läuft einem das Wasser im Mund zusammen. Seine Speisen kann man schmecken, sie zergehen einem förmlich auf der Zunge. Seine Geräusche kann man hören, seine Welt kann man riechen, den Körpergeruch seiner Helden ebenso wie den Gestank in den Straßen oder Geruch des Waldes. Wenn es regnet fühlt man sich wie durchgeweicht und in der Wüste hat man Sand zwischen den Zähnen. Der Wind, der auf der winterlichen Turmspitze pfeift, lässt einen vor Kälte schaudern, und die Hiebe, die seine Helden einstecken müssen, schmerzen beim Lesen.

Martin erspart dem Leser beinahe alle arabesken und tolkienesken Landschaftsbeschreibungen, und dennoch hat man seine Seen, Bäche, Berge und Wälder so real vor Augen als wäre man mitten drin. Mitten im Wald oder oben auf dem Berg oder im schattigen Tal - und das haarscharf auf den Punkt gebracht in wenigen Sätzen und kurzen Passagen.
Mein absolutes Schlüssel-Leseerlebnis war ein kurzer Absatz, in dem Martin die Hand des alten Maesters Cressen beschreibt. Mir war, als sähe ich diese alte tatterige Hand vor mir und der Zwang, sie ergreifen und drücken zu wollen war unbändig. Nie habe ich Gebrechlichkeit besser beschrieben gefunden, nie hat sie mich stärker berührt.
Ja, der Mann kann schreiben wie ein Gott!

In diese fühlbare, riechbare, schmeckbare und plastisch sichtbare Welt setzt Martin Helden aus Fleisch und Blut hinein. Eigentlich sind es keine Helden im Sinne einer Heldendichtung, auch keine Antihelden, es sind Menschen, die menschlicher nicht sein können.
Selbst die scheinbar Bösen, die Ränkeschmiede, Verräter und Intriganten haben ihre nachvollziehbaren Motive, lieben und hassen, hoffen und bangen und sind getrieben. Die Guten sind keineswegs so gut wie man sie sich wünscht, und ihrer aller Schicksal ist keineswegs gerecht oder gar befriedigend.
Tatsächlich bin ich mir noch nicht sicher, wie viele Tode von geliebten Helden ich noch verschmerzen kann. Eddards und Yorens Abgang haben mich jedenfalls hart getroffen auch Ladys Tod war eine Gemeinheit, die ich beim Lesen als völlig sinnlos empfand im Laufe der Geschichte aber als unausweichlich erkannte. Und genau das ist es, was dieses "Lied" so echt macht wie das richtige Leben. In Martins Welt sind nicht einmal die Helden sicher, nicht die besonders Starken und auch nicht die besonders Guten oder Klugen - nicht vor Verrat, nicht vor Krankheit oder vor Gewalt, auch nicht vor Pech und Unglück und schon gar vor ihren eigenen Fehlentscheidungen.
Ich bin nicht immer einverstanden mit dem was den Helden zustößt und damit wie dumm und gemein sie manchmal sind, aber ich kann es immer nachvollziehen, immer sind ihre Handlungen glaubhaft und ihr Schicksal erscheint geradezu unausweichlich, ja naturnotwendig.
Manche von Martins Hauptcharakteren kann ich nicht besonders leiden, andere liebe ich über die Maßen. Manchmal verwandelt sich ein zunächst ungeliebter Hauptcharakter allmählich in einen neuen "Star" und auf einmal fesselt mich sein/ihr Schicksal mehr denn je. Während ein einstmals geschätzter Charakter im Verlaufe der Geschichte zum Kotzbrocken mutiert oder genauer gesagt vom Leben dazu gemacht wird.
Da Martin mit jedem Kapitel von Held zu Held springt, dauert es manchmal unerträglich lange bis ich wieder bei Jon, Tyrion oder Arya gelandet bin. Dann heißt es durchhalten und Zähne zusammenbeißen, weil jetzt Daenerys,Theon oder Catelyn dran kommen. Aber es dauert meist nur wenige Abschnitte im neuen Kapitel, bis Martin meine Aufmerksamkeit und mein Mitgefühl wieder eingefangen hat. Und obwohl ich doch eigentlich das Buch für eine Weile weglegen wollte, komme ich einfach nicht weg von Westeros.

Einfach gigantisch
Wenn ich danach gehe, wie stark mich das Lesen eines Buches zu berühren und fesseln vermag und wie es eine geschriebene Geschichte schafft mich komplett aus der Realität wegzuholen (einmal habe ich sogar das Aussteigen aus der S-Bahn vergessen), dann ist die Saga von Eis und Feuer für mich das Mega-Fantasy-Eskapismus-Erlebnis schlechthin.

Vier Nebensächlichkeiten:
Als ich das erste Mal ein Foto von G.R.R. Martin sah, hat mich die Desillusionierung wie ein Warhammer vor die Stirn getroffen. Sieht der doch aus wie eine verlauste Mischung von Karl Marx und Friedrich Engels. Brrr. Womöglich ist ihm beim täglichen Blick in den Spiegel die Notwendigkeit zur Flucht in bombastische Traumwelten klar geworden ;o).
Na, Spaß beiseite, es kann schließlich nicht jeder so gut aussehen wie Ken Follett oder Dan Simmons. Es kann auch nicht jeder so gut schreiben wie die. George R.R. Martin aber schon, der schreibt sogar besser.

In der deutschen Ausgabe hat man die bisher erschienen vier Bände (A Game of Thrones, A Clash of Kings, A Storm of Swords, A Feast for Crows) offenbar halbiert, so dass es inzwischen acht Taschenbuchausgaben in deutscher Übersetzung gibt, die allerdings vergleichsweise teuer sind.

Eigentlich brauche ich es gar nicht als Nebensächlichkeit zu erwähnen, aber ganz vergessen will ich es auch nicht, dass es nämlich für die bisher erschienenen vier Teile des Liedes sowohl Hugo- als auch Nebula- und Locus Awards geregnet hat. Logisch!

Vierte Nebensächlichkeit: Das Strategie-Gesellschaftsspiel "Der Eiserne Thron" vom Heidelberger Spieleverlag, das auf Grundlage der Eis und Feuer Romane entworfen wurde, wird bei uns zu Hause alljährlich zu Weihnachten aufgebaut und gespielt. Ich fand das Spiel immer ziemlich kompliziert, die Regeln verworren und verwirrend und den Spielverlauf sehr langwierig (Verloren habe ich außerdem mit schöner Regelmäßigkeit).
Seit ich die ersten zweitausend Seiten der Geschichte kenne, ist mir auch klar warum. ;o)
Dieses Jahr an Weihnachten werde ich jedenfalls nicht mehr die Lannisters als mein "Lieblings-Adelshaus" auswählen, pff, sondern natürlich die Starks.
Mensch, wenn ich in den Vorjahren doch nur geahnt hätte, was hinter diesen Namen und Wappen für Geschichten stecken ;o))).

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